Das Geschenkkarten-Playbook: Wie du dein Plastikwunder ergatterst, streckst und richtig genießt
Geschenkkarten und Einkaufsgutscheine sind das, was unserem Geld am nächsten kommt und trotzdem eine Persönlichkeit besitzt. Sie sind nicht nur etwas für faule Geschenke – sie können eine geniale Möglichkeit sein, bei Dingen zu sparen, die man sowieso kauft, ungewolltes Plastik in Bargeld umzuwandeln oder risikofrei neue Geschäfte zu entdecken. Wenn du die Tricks kennst, wirst du eine Geschenkkarte nie wieder mit denselben Augen betrachten.
Ein Freund von mir zückte einmal an einer vollen Theke eine zerknitterte Starbucks-Karte aus seinem Portemonnaie, die dann abgelehnt wurde. Der Barista schaute ihn an, als hätte er versucht, mit einem Blatt zu bezahlen. Das war der Moment, in dem er lernte, warum ein schneller Geschenkkarten-Guthabencheck dich vor einem sozialen Fiasko bewahren kann. Die meisten Ketten haben eine supersimple Webseite oder eine Nummer auf der Rückseite, die du anrufen kannst. Gib einfach die Ziffern und die PIN ein, und in zehn Sekunden weißt du, ob du einen Venti bestellst oder plötzlich »merkst, dass du dein Portemonnaie im Auto vergessen hast«. Überprüfe immer das Guthaben, bevor du einkaufst – besonders wenn die Karte seit deinem Geburtstag vor drei Jahren in einer Schublade herumlag.
Jetzt lass uns darüber sprechen, wie du überhaupt an dieses Plastik kommst. Wenn du Geschenkkarten aus dem Supermarktregal kaufst, zahlst du den Nennwert, und das ist zur Not in Ordnung. Aber die echten Profis suchen nach den besten Geschenkkarten-Angeboten. Auf Plattformen wie Actiago und Gutscheinmarkt.de können Leute ungewollte Geschenkkarten mit Rabatt verkaufen, sodass du eine 100-Euro-H&M-Karte für 85 Euro ergattern kannst. Großmärkte wie Metro bieten regelmäßig Multipacks mit Restaurantgutscheinen zu 20–25 % Rabatt an. Und während der Feiertage packen Händler Boni obendrauf: zum Beispiel eine 10-Euro-Bonuskarte zu jedem gekauften 50-Euro-Geschenkkartenwert. Wenn du sowieso weißt, dass du in einem bestimmten Geschäft Geld ausgeben wirst, sind solche Aktionen buchstäblich geschenktes Geld.
Natürlich bekommst du nicht immer Karten für Läden, die du liebst. Das jährliche Geschenk deiner Tante ist eine Karte für eine Restaurantkette, die du noch nie betreten hast. Dann heißt es: Geschenkkarten verkaufen. Du musst das Guthaben nicht versauern lassen. Du kannst es auf Geschenkkarten-Tauschbörsen wie Actiago oder Gutscheinmarkt.de einstellen und bekommst je nach Beliebtheit der Marke zwischen 80 und 92 % des Werts als Bargeld zurück. Auch Facebook Marketplace funktioniert, wenn du vorsichtig bist – triff dich an einem sicheren Ort und lass den Käufer das Guthaben vor Ort mit dem Handy überprüfen. So wird aus einem Reinfall-Geschenk echtes Geld, das du überall ausgeben kannst.
Die Sache ist die: Die digitale Seite dieser Welt ist der Ort, an dem die wahre Magie passiert. Du kannst Geschenkkarten inzwischen fast überall online verwenden, und das ist oft einfacher, als mit einer physischen Karte herumzufuchteln. Bei Amazon kannst du ein Geschenkkartenguthaben einmal auf dein Konto laden und musst dich dann nie wieder um den Code kümmern – es wird einfach davon abgezogen. Viele Bekleidungsgeschäfte erlauben es, beim Checkout sowohl einen Gutschein als auch einen Rabattcode einzulösen. Hier kommen Rabattcodes für Einkaufsgutscheine ins Spiel. Du findest sie, indem du dich für Shop-Newsletter anmeldest, ihnen in sozialen Medien folgst oder in Deal-Foren herumschnupperst. Ich habe einmal einen 30-%-Online-Gutschein auf ein Paar Stiefel angewendet und den Restbetrag mit einer zuvor vergünstigt gekauften Geschenkkarte bezahlt. Die Stiefel kosteten mich am Ende 40 € statt 130 €. Fühlt sich das nicht illegal an? Ist aber völlig legitim.
Wenn du richtig im Spiel bist, solltest du kostenlose Einkaufsgutscheine nicht verschlafen. Sie kommen von überall her: Umfrageseiten wie Swagbucks oder Toluna, Cashback-Apps wie Shopkick, bei denen du Punkte durch das Betreten von Geschäften sammelst, und sogar aus dem Prämienprogramm deines Mobilfunkanbieters. In Deutschland bieten Supermärkte wie REWE oder Edeka über Payback Treuepunkte an, die sich direkt in Einkaufsgutscheine für den Wocheneinkauf umwandeln lassen. Das ist kein schnelles Geld, sondern ein stetiger Zufluss, aus dem irgendwann eine kostenlose Tankfüllung oder ein neues Handtuchset wird.
Nun zur Weihnachtszeit. Jeder hat eine Meinung dazu, ob Geschenkkarten ein »durchdachtes« Präsent sind. Ich finde sie fantastisch – wenn man ein kleines bisschen Kreativität hineinsteckt. Die besten Weihnachts-Geschenkkarten-Ideen sind nicht nur ein kühles Stück Plastik im Umschlag. Kombiniere eine Spotify-Karte mit einem günstigen Bluetooth-Lautsprecher, den du im Angebot gefunden hast. Stecke eine Buchhandlungs-Karte in eine niedliche Leselampe. Schenke einem Teenager eine Nintendo-eShop-Karte in einem selbstgebastelten Umschlag mit der Aufschrift »Game On«. Das zeigt, dass du weißt, wofür sie sich interessieren, und du ihnen gleichzeitig die Freude gibst, genau das auszusuchen, was sie wollen. Und wenn du selbst eine Geschenkkarte bekommst, die du wirklich nicht nutzen wirst, denk daran, dass du sie weiterverkaufen kannst, wie wir es vorhin besprochen haben. Versuch nur nicht, sie im Geschäft gegen Bargeld zurückzugeben, es sei denn, die haben eine Richtlinie, die das ausdrücklich erlaubt – die meisten erlauben es nicht. Ich habe einmal einen Mann in der Galeria Kaufhof gesehen, der versuchte, eine Douglas-Geschenkkarte zurückzugeben. Der Gesichtsausdruck der Kassiererin hat sich mir eingebrannt.
Eine letzte Sache: Wenn du jemals eine vergessene Karte findest und keine Ahnung hast, was noch darauf ist, wirf sie nicht weg. Mach diesen Geschenkkarten-Guthabencheck online. Ich habe in einem alten Rucksack eine BackWerk-Karte gefunden, auf der noch 12,37 € waren. Das reichte mir für eine sehr zufriedenstellende Suppe und ein belegtes Brötchen. Es ist wie eine kleine Schatzsuche, die du mit deinem eigenen Kram spielen kannst.
Unterm Strich sind Geschenkkarten und Gutscheine viel flexibler, als die meisten denken. Du kannst Geschenkkarten vergünstigt kaufen, sie mit Rabattcodes für Einkaufsgutscheine kombinieren oder ungewollte Karten auf Tauschbörsen verkaufen. Du kannst Geschenkkarten im Handumdrehen online nutzen, durch Prämienprogramme kostenlose Einkaufsgutscheine ergattern und aus einem einfachen Strumpffüll-Geschenk einen Weihnachts-Geschenkkarten-Erfolg machen. Behalte einfach den Überblick über deine Guthaben und sei nicht die Person, deren Karte vor einer langen Schlange abgelehnt wird. Dieser Barista wird dich nie vergessen.











